Löschwasseranlagen / Wandhydranten

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Ein weiterer Baustein im vorbeugenden Brandschutz sind Löschwasseranlagen. Sie dienen zum aktiven Bekämpfen von Bränden sowohl durch die Feuerwehr, als auch durch Privatpersonen. Man muss generell zwischen verschiedenen Arten von Löschwasseranlagen unterscheiden:

• Wandhydranten
• Steigleitung
• Ober- Unterflurhydranten

Löschwasseranlagen - MBS NeulitzWartung und Überprüfung
Zur Sicherstellung der ständigen Betriebsbereitschaft sind die installierten Wandhydranten einschließlich aller angeschlossenen Teile durch eine Abnahmeprüfung und regelmäßigen Wartung zu kontrollieren. Die Abnahmeprüfung sollte nach Einbau erfolgen und das Ergebnis in einem Wartungsbuch vermerkt werden. Außerdem sind wiederkehrende Wartung vorgeschrieben. Hierbei unterscheidet man zwischen dem Wandhydranten und den Schläuchen. Wandhydranten müssen alle 12 Monate gewartet werden. Hierbei wird u.a. der Druck gemessen oder die Funktion des Strahlrohrs überprüft. Seit kurzem ist die DIN EN 671 in Kraft getreten.Dort werden folgende  Wartungsintervalle für Schläuche festgelegt:

a) Nicht-Formfeste Schläuche (Farbe Weiss)
Diese Schläuche müssen alle 12 Monate mit dem vorhandenen Betriebsdruck abgedrückt werden. Alle 5 Jahre werden sie mit 1,2 mpa Druck abgedrückt. Nach den Wartungen werden die Schläuche entleert und getrocknet.

Schläuche - MBS Neulitzb) Formfeste Schläuche (Farbe Schwarz)
Diese Schläuche werden ebenfalls alle 12 Monate gewartet und mit dem vorhandenen Betriebsdruck abgedrückt. Alle 5 Jahre wird ebenso die Druckzahl auf 1,2 mpa erhöht.Eine Trocknung der Schläuche entfällt.




Ober- Unterflurhydranten sind Wasserentnahmestellen
die durch die zentrale Wasserversorgung gespeist werden. DIN 14461, Teil 1 bzw. die EN 671 behandelt den Anschluß absperrbarer Feuerlösch - Schlauchanschlußeinrichtungen an fest verlegte, entweder ständig unter Druck stehende (nass) oder im Bedarfsfall selbsttätig einspeisende Lösch-  wasserleitungen (nass/trocken) nach DIN 14462.